Dummy - die ersten Schritte
Die Dummyarbeit besteht aus viel mehr als nur suchen und bringen. Ganz im Gegenteil: sie ist abwechslungsreich und fordert Körper und Geist des Hundes. So können zum Beispiel Grundgehorsamkeitsübungen wie „Sitz“ und „Platz“ einbezogen werden sowie das „Stopp“-Signal oder Rückruf. Dummy kann auf der Wiese, im Wald oder im Wasser ausgeübt werden.
Doch bevor all dies möglich ist, muss der Hund zuerst einmal die Basics erlernen und Schritt für Schritt an seine Aufgabe herangeführt werden.
Hierzu benötigen Sie eine Schleppleine und ein Futterdummy, den Sie mit dem Lieblingsfutter Ihres Hundes füllen. Benutzen Sie dazu gerne Leckereien, die Ihr Hund sonst selten bekommt wie z.B. Käse oder Wurst.
Los geht’s:
1. Spielen Sie selbst etwas mit dem Dummy, so dass Ihr Hund ihn nicht erreichen kann. Damit wecken Sie das Interesse Ihres Hundes für den Dummy.
2. Ziehen Sie den Dummy an der Schnur vor dem Hund entlang. Verfolgt Ihr Hund den Dummy oder nimmt ihn sogar in die Schnauze loben Sie ihn und geben ihm ein paar Futterstücke aus dem Dummy. Wiederholen Sie diesen Schritt ein paar mal.
Zeigt ihr Hund trotz allen Bemühungen kein Interesse am Dummy dann geben Sie ihm ein paar Leckerlis daraus und versuchen es dann noch mal.
3. Legen Sie den Dummy in einer Entfernung von max. 50cm ab und schicken Sie Ihren Hund dann los. Wenn Ihr Hund den Dummy ins Maul genommen hat, geben Sie das Signal „bring“, gehen Sie in die Hocke und locken den Hund zu sich, indem sie ihre Arme ausbreiten oder laufen sie rückwärts vom Hund weg. Falls der Hund sich nicht in ihre Richtung aufmacht, oder Anstalten macht sich mit dem Dummy davon zu machen dann zupfen sie einmal leicht an der Leine. Am Anfang geht es erst einmal nur darum, dass der Hund versteht, dass er seinem Besitzer den Dummy bringen muss, da er ohne die Hilfe seines Besitzers nicht an die Leckere Belohnung im Inneren kommt. So lernt der Hund mit seinem Besitzer zusammen zu arbeiten.
4. Falls dies gut klappt und der Hund Ihnen den Dummy zu verlässlich bringt, könne Sie nach und nach den Dummy weiter wegbringen. Allerdings sollten sie ihn noch nicht verstecken, denn der Hund soll Anfangs schnell zu einem Erfolg kommen, damit er das Interesse nicht verliert und die Arbeit mit dem Dummy positiv verknüpft. Wenn Ihr Hund aus dieser Distanz Ihnen den Dummy freudig und in direkter Linie bringt, können Sie anfangen den Dummy zu verstecken. Wählen Sie am Anfang sehr einfache Verstecke und lassen den Hund zusehen, wo Sie ihn verstecken wie zum Beispiel im hohen Gras oder hinter einem Baum. Gehen Sie dann zurück zum Hund und schicken Sie ihn mit Ihrem Signal los.
5. Nun können Sie entweder die Leckerlis durch sein normales Futter ersetzen und den Dummy zum täglichen Füttern nutzen. Es ist auch ratsam am jetzt den Hund erst am Ende des Trainings fressen zu lassen. Alternativ können Sie auf ein Standard Dummy umstellen, falls Sie den Dummy nicht zur Fütterung nutzen wollen. Beim Dummy spielt die Farbe und die Größe des Dummys eine wichtige Rolle. Die Farbe Blau ist besonders für Anfänger geeignet, da der Hund die Farbe Blau sehr gut von dem grünen Hintergrund eines Feldes unterscheiden kann. Die Farbe Orange ist für den Hund im Gegensatz zum Menschen schwer zu erkennen, vor allem auf Acker- und Waldböden. Sie fordern also die Nasenarbeit des Hundes, während sein Besitzer ihm helfen kann. Grün hingegen fordert Hund und Mensch heraus, da es auf Wiesen und im Wald kaum vom Boden zu unterscheiden ist.
6. Steigern Sie die Schwierigkeit für den Hund schrittweise. Sie können zuerst versuchen den Dummy außer Sichtweise des Hundes zu verstecken. Sodass er nicht sieht, wo Sie das Dummy versteckt haben. Oder versuchen Sie mal das Dummy auf einer Anhöhe zu verstecken.
Im folgenden Video zeigen wir Ihnen 5 großartige Übungen, die Sie mit Ihrem Hund ausprobieren sollten. Einige wurden hier bereits erklärt, aber Sie finden auch ein paar neue Übungen. Die Übungen können im Schwierigkeitsgrad variiert werden, sodass sie für jeden Hund geeignet sind, egal ob Anfänger, Fortgeschritten oder Profi.