Fellwechsel

Der Frühling hat kalendarisch offiziell begonnen und spätestens im Juni werden die Außentemperaturen deutlich angenehmer sein. Der Winter ist endlich vorbei. Hundebesitzer mit Hunden die wenig Unterwolle besitzen, können sich glücklich schätzen. Fast alle anderen Hundebesitzer wissen, was jetzt kommt: der Fellwechsel. Im folgenden Blog finden Sie einige Tipps, damit Ihr Zuhause von endlosen Fellbergen verschont bleibt.

Hunde mit wenig oder gar keiner Unterwolle haben es nun geschafft, den Winter ist überstanden. Ihre Besitzer können aufatmen, denn bei diesen Hunden macht sich der Fellwechsel nicht sehr stark bemerkbar, sondern die Frisur ist eher etwas aus der Form geraten. Bei kurzhaarigen Hunden können Sie nach einem Spaziergang im Regen viel Unterwolle durch streicheln oder mit einem Handtuch entfernen, oder die wenige Unterwolle mit einer Drahtbürste auskämmen. Die Bürste sollte ausreichend lange Zähne haben, um die Haut erreichen zu können. Wenn nötig, gehen Sie mit Ihrem Hund zum Hundefriseur, damit dieser das drahtige Fell trimmen kann. 

Bei Hunden mit wolligen Haaren ist die Situation etwas anders. Hier fallen diese nun massenhaft aus, da sie von der Dauer des Tageslichts und den Außentemperaturen gesteuert werden. Sowohl kurzhaarige als auch langhaarige Hunde verlieren in den nächsten acht Wochen zwischen 4 und 35 Gramm Unterwolle pro Kilogramm Körpergewicht. Bei einem Hund mit einem Gewicht von 35 kg entspricht dies ein Kilogramm Haar. Nur wenn man mit der Bürste die Haut erreicht, kann man die toten Haare einfangen. Das Bürsten ist besonders effektiv, wenn das Fell nur ganz leicht angefeuchtet ist.


Um zu verhindern, dass Haare in die Wohnung gelangen, sollten Sie während des Fellwechsels so oft wie möglich mit dem Hund nach draußen gehen. Beim Wälzen im Gras oder auf dem Boden lösen sich viele der wolligen Haare. Sonne und Regen regen den Stoffwechsel der Haut und damit das Wachstum der Sommerhaare an. Außerdem treibt der Wind die bereits gelösten Haare aus dem Fell.

Außerdem muss der Hund täglich gekämmt werden. Bei langhaarigen Hunden sollten Sie zunächst das Deckhaar glätten - mit einem langzinkigen Kamm. Kämmen Sie immer entlang der Linie und halten Sie an, wenn Sie auf einen Knoten stoßen. Versuchen Sie, den Knoten mit den Fingern auseinanderzuziehen. Feste Knoten, die sich nicht mit den Fingern lösen lassen, müssen abgeschnitten werden. Erst wenn das Deckhaar ohne Hindernisse gekämmt werden kann, wird das Unterwollverfahren durchgeführt.

Die Unterwolle verteilt sich nicht gleichmäßig über den ganzen Körper. Dort, wo sie besonders dicht ist, um den Schwanz, an den Flanken und hinter den Ohren, sollten Sie besonders sorgfältig arbeiten, denn Sie wollen Ihrem Hund ja nicht schaden. Auch im Bauchbereich müssen Sie sehr vorsichtig sein, da hier nur wenige wollige Haare vorhanden sind und eine Drahtbürste zu grob wäre. Mit einer weichen Naturbürste oder einem Rosshaarhandschuh lassen sich die abgestorbenen Haare von der Haut lösen.

Das junge, nachwachsende Haar benötigt viel Protein als Booster. Das Haarwachstum verbraucht bis zu einem Drittel des gesamten Proteinbedarfs eines Hundes mit viel Unterwolle. Bis das neue Fell seine endgültige Größe erreicht hat, nimmt es auch viel Biotin, Zink und andere Nährstoffe auf. Am Ende des Winters ist das Deckhaar brüchig und trocken, da die Heizungsluft es angegriffen hat. Damit es wieder glänzend und geschmeidig wird, fügen Sie seinem Futter ausreichend Omega-3-Fettsäuren hinzu oder wählen Sie ein Alleinfuttermittel mit einem hohen Anteil an essentiellen Fettsäuren.

Alle Haare, die Sie nicht mit Kamm und Bürste erwischen können, wandern und verklumpen in den Ecken der Räume in Ihrem Haus. Das bedeutet Schwerstarbeit für den Staubsauger und Ihren Rücken, denn Sie müssen auch unter Regalen und Schränken, dem Bett und in entfernten Ecken staubsaugen. Alle, die einen glatten Parkett- oder Fliesenboden haben, sollten mit einem feuchten Tuch nachwischen. Wer Teppichboden besitzt, muss jeden Tag länger staubsaugen. Ganz wichtig: Die gesammelten Haare sollten schnell in den Mülleimer geworfen werden, damit die Fäulnisbakterien nicht die ganze Wohnung mit einem „Hundegeruch“ überziehen.

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