Rallye obedience
Rallye obedience – ein Sport für alle
Was versteht man unter Rally obedience?
Ähnlich dem Agility durchläuft der Hundeführer mit seinem Hund ein Parcours, anstelle der Hindernisse gibt es hier jedoch Übungsstationen. Die Stationen bestehen aus DIN-A4 Schildern, die dem Team durch Symbole sagen, was an dieser Stelle zu tun ist. Die Aufgabe kann sich aus Obedience,Unterordnung oder aus dem allgemeinem Gehorsamkeitstraining ableiten. Zwischen den Übungsstationen läuft der Hund bei Fuß.
Bei einem Turnier besteht ein Parcours im Schnitt aus 20 Übungen und muss innerhalb von vier Minuten absolviert werden. Die Parcours werden stets von den Richtern neu erdacht und unterschieden sich durch die Auswahl und die Reihenfolge der Übungen. Natürlich können Sie mit Ihrem Hund Rally obedience auch einfach nur aus Spaß betreiben und den Parcours so aufstellen wie es ihnen lieb ist.
Während des Parcours darf der Hundehalter nach Lust und Laune mit dem Hund durch Sicht- und Hörzeichen kommunizieren.
Gehorsamkeit und Unterordnung mit dem Hund ist nicht sehr beliebt und so wurde versucht, die klassische Unterordnung neu zu gestalten. Das Ziel war dem Gehorsamkeitstraining mit dem Hund seinen Charakter als lästiges Pflichtprogramm zu nehmen und es zu einer schönen Beschäftigung für Mensch und Hund zu machen.
Wer darf mitmachen?
Das großartige am Rally obedience ist, dass es sich für alle Hundefreunde eignet. Groß, klein, alte, junge und sogar Personen mit körperlichen Einschränkungen können teilnehmen. Auch Hunde gleich welcher Rasse und Geschlecht sie angehören können mitmachen. Sogar blinde oder taube und Hunde mit Handicap können an Turnieren teilnehmen, denn der Parcours kann an sie angepasst werden. Schon mit ein bisschen Training ist ein Anfängerparcour zu meistern.
Rally Obedience eignet sich auch für ängstliche oder sensible Hunde, denn bei dieser Sportart kann und soll der Hundeführer seinen Hund ausgiebig loben und belohnen. Bei manchen anderen Hundesportarten, wo Turniere oft Treffen zu einem Leistungsvergleich sind und alle Teilnehmer aufgeregt sind, die Stimmung angespannt ist und die Nervosität einigen Menschen und Hunden auf den Magen schlägt. Beim RO ist die Stimmung meist fröhlich und unverkrampft. Die Teilnehmer freuen sich gemeinsam mit Ihrem Hund einen neuen spannenden Parcours zu entdecken. Viele Teilnehmer an Turnieren kennen sich und der Umgang ist freundlich, wertschätzend und familiär.
Vorraussetzungen
Es ist von Vorteil wenn Ihr Hund bereits die Grundkommandos kennt. Befolgt der Hund sicher die Kommandos „Sitz“, „Platz“, „Bleib“, „Komm“ und „Fuß“ erleichtert dies den Einstieg.
Die erste der beiden Übungen, die Ihr Hund erlernen sollte, ist die Grundstellung. Bei der Grundstellung sitzt der Hund links neben seinem Hundeführer, parallel zu dessen Blickrichtung, die Schulter in etwa auf Beinhöhe.
Die zweite wichtige Übung ist das Vorsitzen. Im Vorsitz sitzt der Hund sehr dicht gerade vor dem Menschen. Der Hund soll eindeutig vor und nicht unter dem Menschen sitzen.
Ausstattung
Für den Einstieg benötigt es nicht viel an Ausstattung: Ein Set an Übungsschildern, ein flaches Halsband und eine Leine erleichtern dem Hundeführer am Anfang die Arbeit mit dem Hund und dürfen auch in der niedrigsten Klasse bei Turnieren benutzt werden. Außerdem benötigen Sie die passende Belohnung für Ihren Hund. Trinkwasser sollte dem Hund während den Pausen zur Verfügung stehen. Für Fortgeschrittene werden zudem Pylonen, Hürden und Futterschale mit Abdeckung benötigt.
Warum Rally Obedience ausüben?
Es gibt viele gute Gründe sich mit seinem Hund einmal im Rally Obedience zu probieren.
– der Hund achtet besser auf seinen Führer
– Hund kann Körpersprache lesen
– physische und psychische Auslastung
– bereits als Welpe üben
– Grundgehorsam nützlich für den Alltag
– gute Vorbereitung für andere Sportarten
– fördert eine positive Beziehung
– Spaß und tolle Zeit mit dem Hund