Zughundesport - die Signale

Bevor Sie mit Ihrem vierbeinigen Freund auf abenteuerliche Fahrradtouren gehen oder ihn im Winter vor Ihrem Schlitten ziehen lassen, gibt es eine wichtige Sache, die Ihr beide beherrschen müsst: Signale!

 

Stehen oder sitzen wir auf einem Gefährt so ist es für unsere eigene Sicherheit und der unseres Hundes essenziel, dass der Hund die Signale beachtet und nicht eigenständig entscheidet.

 

Dazu gibt es Signale für:

-          den Start

-          das Anhalten (Stopp)

-          die Richtungen

-          das schneller oder langsamer laufen

-          das Überholen

-          das Überholt werden.

Der Start 

Beim sogenannten Line-out sollte die Bungeeleine auf leichter Spannung sein. So bleibt die Leine dauerhaft auf Spannung. Startet der Hund mit lockerer Leine so bekommt er einen Ruck, wenn die Leine sich strafft, dies kann nicht nur unangenehm für den Hund sein, sondern einen sensiblen Hund auch sehr verunsichern. Im schlimmsten Fall reißt es dem Hundeführer den Lenker aus der Hand. Das gängigste Startsignal ist das knackig gerufene Go. Das Signal übt ihr ganz einfach ab der ersten Übung, indem ihr das „Go“ gibt und dann die Bremse des Gefährts löst oder loslauft. 

Das Anhalten

Das Signal zum Anhalten sollte etwas langgezogen sein wie zum Beispiel ein „Haaalt“. Dies könnt ihr auch ab der ersten Übung einsetzen, indem ihr euer Stoppsignal gebt und dann langsam, aber kraftvoll bremst. Das Signal sollte später auch aus voller Geschwindigkeit heraus geübt werden. Das Stoppsignal hilft euch auch bei einer Gefahrensituation eine Vollbremsung zu vollziehen. Wichtig ist, dass ihr euch auf dem Gefährt möglichst nach hinten lehnt, damit ihr nicht über den Lenker gezogen werdet.

Die Richtungen

International wird „Gee“ für rechts benutzt und „Haw“ für links, da es zwei gut zu unterscheidende Wortlaute sind. Die Richtungen können sie zum Beispiel auf Spaziergängen üben, indem sie die entsprechende Richtung angeben, in die Sie weiterlaufen wollen. Beim Fahren sollten Sie vor Abbiegungen rechtzeitig herunterbremsen und das Signal deutlich rufen. Sobald der Hund in die gewünschte Richtung rennt, können Sie ihn verbal bestätigen (Okay oder Jep). 

 

Für Geradeaus können Sie weiter, voraus oder gerade nutzen. Es macht Sinn die Richtungen einzeln zu üben, sprich immer nur eine Richtung üben. 

Die Geschwindigkeiten

Schneller oder langsamer laufen lässt sich hervorragend im Freilauf üben. Dabei heizen Sie ihren Hund mit einem knackigen Wort (international wird „hike“ benutzt) an und laufen oder fahren dann mit ihm um die Wette. 

 

Um langsamer zu werden nutzen wir wie beim Anhalten, ein langgezogenes Wort wie zum Beispiel langsaaam oder eeeasy. Hierzu gebt ihr eurem Hund das Signal und bremst den Hund stetig herunter (lasst ihn aber nicht anhalten) nach einigen Sekunden löst ihr die Bremse wieder.

Das Überholen

Zum Überholen schicken wir unseren Hund auf eine Wegseite. Dies tun wir mit den Signalen Over Gee (für die rechte Seite) oder Over Haw (für die linke Seite). Sie können ihrem Hund helfen, indem sie gleichzeitig etwas abbremsen und in die gewünschte Richtung Gegenlenken. Wenn sie ein anderes Team oberholen können sie zusätzlich Ihr geradeaus Signal geben.

 

Die gleichen Signale werden auch genutzt, wenn sie einem Hindernis ausweichen wollen, wie zum Beispiel Ästen oder Steine.

 

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