Passform Zuggeschirr

Die richtige Passform beim Zuggeschirr – warum sie so wichtig ist

Ein gut sitzendes Zuggeschirr ist die Grundlage für einen gesunden und sicheren Zughundesport. Egal ob Canicross, Bikejöring oder andere Zugarbeiten – nur wenn das Geschirr korrekt angepasst ist, kann der Hund frei, effizient und vor allem verletzungsfrei arbeiten.

Ein schlecht sitzendes Zuggeschirr kann hingegen schnell zu Problemen führen. Dazu gehören Scheuerstellen, Druckpunkte, eingeschränkte Bewegungsfreiheit und Fehlbelastungen des Bewegungsapparates. Im schlimmsten Fall können daraus langfristige körperliche Schäden entstehen. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, die Passform sorgfältig zu überprüfen und nicht nur nach Gefühl zu entscheiden.

1. Ein zentraler Punkt ist, dass ein Zuggeschirr immer unter Zug getestet werden sollte. Im entspannten Zustand lässt sich die tatsächliche Passform nicht realistisch beurteilen. Erst wenn Zug auf dem Geschirr ist – so wie später im Sport – zeigt sich, wie es wirklich sitzt, ob es verrutscht oder Druckstellen entstehen.

2. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die hintere Schlaufe des Geschirrs. Diese sollte dort enden, wo der Rutenansatz beginnt. Ist das Geschirr zu kurz, zieht es nach vorne und kann Druck im vorderen Bereich verursachen. Ist es hingegen zu lang, verliert es an Stabilität und die Kraftübertragung wird ungünstig.

3. Auch der schräge Gurt, der seitlich nach hinten verläuft, spielt eine entscheidende Rolle. Dieser darf nicht hinter die letzte Rippe rutschen, da sich dahinter der empfindliche Bauchbereich befindet. Druck in diesem Bereich ist für den Hund unangenehm und gesundheitlich bedenklich.

4. Das Geschirr sollte zudem hinter den Achseln nicht zu eng anliegen. Zu wenig Platz kann zu Scheuerstellen führen und die Bewegungsfreiheit einschränken. Der Hund sollte sich in seiner Bewegung frei entfalten können, ohne dass das Geschirr stört oder reibt.

5. Im vorderen Bereich ist besonders auf den Halsausschnitt zu achten. Dieser darf nicht auf den Hals drücken. Die Brustbeinspitze sollte gut tastbar sein, da sie als wichtiger Orientierungspunkt dient. Nur so kann gewährleistet werden, dass die Zugkraft korrekt über den Körper verteilt wird.

6. Gleichzeitig darf der Halsausschnitt aber auch nicht zu weit sein. Ein zu großer Ausschnitt kann dazu führen, dass das Geschirr auf die Schulterblätter drückt und die natürliche Bewegung des Hundes einschränkt. Ziel ist ein stabiler Sitz, der genügend Freiheit lässt, ohne zu verrutschen.

Unter diesem Blog erklärt Sarah von Canine.connected die einzelnen Punkte noch einmal ausführlich in einem Video. Dadurch lassen sich die beschriebenen Aspekte besser nachvollziehen und direkt am eigenen Hund überprüfen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ein gut sitzendes Zuggeschirr keine Nebensache ist, sondern eine grundlegende Voraussetzung für gesunden Hundesport. Wer sich die Zeit nimmt, die Passform sorgfältig zu kontrollieren, sorgt dafür, dass der Hund sich frei bewegen kann und langfristig gesund bleibt.

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